Die geraubte Kindheit
30. März 2023
Ich kreiere Kunst, da es essentiell für mich ist - es ist für mich nicht einfach eine Beschäftigung für meine Hände. Es ist ein Prozess von Kommunikation mit mir selbst. Ich lasse meinem Unterbewusstsein freien Lauf – komme in den „Flow“ und werde so unmittelbar mit meinem Innersten konfrontiert.
Schmerz und Trauer sind gewiss Inspiration meiner Kunst – doch gleichzeitig geht es mir
auch darum Kampf- und Lebenswillen zu zeigen.
Worte sind nicht meine Stärke - ich schaffe es nur schwer meine Emotionen in Worte zu
fassen; doch in meiner Kunst kann ich meinen Emotionen eine eigene Bühne, ein eigenes
Leben erschaffen. Getrennt von mir - eine Art Katharsis für mich selbst.
Doch meine Traumata sind oftmals nicht nur mir passiert, nicht nur ich fühle so. Ich möchte
mit dem Betrachter kommunizieren – nicht mit Worten, sondern mit Emotionen. Ich möchte
Themen, über die man nicht spricht, darstellen und darüber sprechen und insbesondere
dieses Scham-Gefühl zunichte machen. Genau wie bei Louise Bourgeois sind meine Werke
von einer therapeutischen Natur - so wie sie will ich „Angst vor meiner Angst“ bekommen
und mich von ihr loslösen.